2. Bildungskonferenz am 08.05.2014

Für das Leben STARK machen - Bildungspartnerschaften in der Region

Zum Thema „Für das Leben stark machen – Bildungspartnerschaften in der Region“ konnte Fachbereichsleiter Detlef Schütt knapp 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Großen Sitzungssaal des Kreishauses begrüßen. Einmal mehr hatten sich – wie bereits in der ersten Regionalen Bildungskonferenz im Januar 2011 – ganz unterschiedliche Akteure aus der Bildungsregion Kreis Coesfeld eingefunden.

Das Bildungsnetzwerk kann bereits auf drei Jahre gemeinsamer Arbeit zurückblicken – mit insgesamt erfreulichen Ergebnissen, so dass die Initiative nicht infrage gestellt werde, wie Schütt festhielt: Dies ist nicht nur meine Einschätzung, auch von dritter Seite erreichen mich hierzu zahlreiche, durchweg positive Rückmeldungen. In einem gemeinsamen Interview mit Schulamtsdirektorin Dr. Walburga Henry erläuterte Schütt die Vielzahl von Maßnahmen und Projekten, die im Bildungsnetzwerk angestoßen und umgesetzt wurden. Von der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte im Kindergarten („Haus der kleinen Forscher“) bis hin zur Opti-mierung des Übergangs von der Schule in den Beruf – die gesamte Spannbreite der Bildungsbiografie von Kindern und Jugendlichen, aber auch von jungen Erwachsenen ist in den Blick genommen worden. Zudem habe man sich mit Querschnittsthemen – wie etwa der Beschulung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf – beschäftigt. Diese Aufgabe, die aktuell in der Öffentlichkeit fast ausschließlich mit dem Begriff Inklusion verbunden wird, wie Schütt betonte, sei im Bildungsnetzwerk umfassend behandelt worden.

In einem sehr lebendigen Referat stimmte Gisela Wibbing von der Arbeitsstelle für kulturelle Bildung NRW die Beteiligten anschließend auf das Thema „Bildungspartnerschaften“ ein. In vier Workshops wurde dieser Faden dann unter unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunktsetzungen aufgenommen. Unter dem Leitsatz Ich kann das, weil ich neugierig bin wurde ein breites Spektrum an gemeinsamen Projekten im Übergang von der Kita zur Grundschule im Kreis Coesfeld ausgemacht. Ich kann das, weil das genau mein Ding ist war dagegen das Motto einer Gruppe, die sich mit Partnerschaften zur Stärkenförderung beschäftigte. Kooperationen zwischen Schule und Partnern – wie etwa der erzieherischen Jugendhilfe oder der schulpsychologischen Beratung – können besonders effizient sein, wenn konkrete Hilfe und Unterstützung für Kinder und Jugendliche gefragt ist. Unter dem Leitsatz Ich kann das, weil ich nicht alleine bin wurde diese Zusammenarbeit beleuchtet. Gerade in der Arbeit mit herausfordernden Schülerinnen und Schülern – so wurde im Workshop festgestellt – sind ein Verständnis des jeweiligen Falles und immer auch die Einbeziehung des sozialen Umfeldes unverzichtbar. Das Forum unter dem Motto „Ich kann das, weil ich weiß, was ich will“ wurde am stärksten besucht; hier ging es um die Zusammenarbeit im Bereich der Lebens- und Berufsorientierung – ebenfalls mit praktischen Beispielen, wie etwa dem Netzwerkprojekt „Berufsnavigator“.

Jürgen Mathey, leitender Schulamtsdirektor in der Bezirksregierung – und an diesem Tag einmal mehr souveräner Veranstaltungsmoderator –, fasste zum Abschluss der Bildungskonferenz die Ergebnisse im Gespräch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern zusammen. Insgesamt wurde dabei deutlich, dass es für Bildungspartnerschaften bestimmte Grundvoraussetzungen gibt, die ganz unabhängig vom jeweiligen Themenschwerpunkt sind: Es gehe darum, eine festgelegte, gemeinsame Zielsetzung zu haben, aber auch, Verständnis für die jeweilige Rolle zu entwickeln. Geregelte und durchdachte Kommunikationsstrukturen seien ebenfalls wichtig, hieß es abschließend.

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